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Chirotherapie in der Orthopädie - Patienteninformation

Die Chirotherapie ist eine medizinische Methode, deren Ziel die Rehabilitation von Gelenken ist, deren Beweglichkeit aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen eingeschränkt ist.

Die Chirotherapie geht dabei davon aus, dass sich durch Verletzungen, Haltungsschäden oder sekundäre Erkrankungen Blockierungen bilden, die nur durch chirotherapeutische Untersuchungsmethoden erkannt und durch manuelle Techniken gelöst werden können. Diese Blockierungen können primär an Wirbelsäule und Gelenken auftreten und dort Schmerzen und Verspannungen verursachen.

Sie können laut dem ganzheitlich orientierten chirotherapeutischen Konzept aber auch der Grund für scheinbar zusammenhangslose Folgeerkrankungen, wie etwa Kopfschmerzen, Hörstörungen, Konzentrationsbeschwerden oder sogar für psychische Probleme, wie Depressionen oder für Schlafstörungen verantwortlich sein. Bei der Behandlung werden vornehmlich bestimmte Grifftechniken eingesetzt, die die rückbildungsfähigen Blockaden lösen sollen.

Eine sorgfältige Diagnostik durch Anamnese, chirotherapeutische Untersuchung und gegebenenfalls Röntgenaufnahmen ist aber unbedingt erforderlich um Erkrankungen auszuschließen, bei denen die Chirotherapie als Behandlungsform absolut kontraindiziert wäre: Bei Beschwerden, die durch Knochentumore, entzündliche Prozesse, Osteoporose und ähnliches verursacht werden, könnten Symptome verschleiert oder im schlimmsten Fall die Krankheit negativ beeinflusst werden.

Grundsätzlich ist die Chirotherapie ein schonendes Verfahren, das aber wie andere Behandlungsoptionen auch, mit Risiken verbunden sein kann. Es ist daher durchaus angebracht, sich nur in erfahrene Hände mit entsprechend fachmännischer Ausbildung zu begeben.

Die Chirotherapie gilt als komplementärmedizinische Behandlungsform, die ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt werden kann.

Die Ausbildung zum Chirotherapeuten schließt sich demnach zwingend an eine vorhergehende konventionell medizinische Qualifikation an. Wer ein Medizinstudium absolviert und in einer weiterführenden Ausbildung die Grundlagen der Chirotherapie kennengelernt hat, darf die Techniken der manuellen Behandlungsform an Patienten durchführen und sich als Chirotherapeut bezeichnen. Heilpraktiker ohne universitäre Ausbildung dürfen sich hingegen nur "Chiropraktiker" nennen. Diese Berufsbezeichnung ist nicht geschützt und unterliegt keinerlei Anforderungen an die Kenntnisse des ausführenden Therapeuten.

Die Kosten für die chirotherapeutischen Maßnahmen werden häufig, aber nicht immer von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass der behandelnde Arzt ein Vertragsarzt mit entsprechender Zusatzausbildung ist.

Eine solide Diagnose - hier per Röntgenbild - ist auch bei der Chirotherapie notwendig