Alle-Orthopädie

Stoßwellentherapie (ESWT) - Patienteninformation

Die fokussierte, extrakorporale Stoßwellentherapie bietet die Möglichkeit zur Behandlung einer Vielzahl von weit verbreiteten Beschwerden wie dem Tennisellenbogen oder der Kalkschulter.

Weitergehend kann sie auch gegen so genannte Trigger helfen. Das sind dauerhaft verkürzte Muskelfasern, die in der Mehrzahl zu Muskelverspannungen führen. Derartige Verspannungen führen im Laufe der Zeit in vielen Fällen zu Fehlbelastungen oder –haltungen. Hieraus können schwerwiegendere Beschwerden wie zB. Knorpelverschleiß, Bandscheibenprobleme oder Arthrose entstehen. Gründe für Trigger können Überdehnung der Muskeln, körperliche Überanstrengung oder lang anhaltender Stress sein.

In der Stoßwellentherapie kann laut verschiedener Untersuchungen je nach Krankheitsbild, Studie und Studiendesign in zwischen 50% und 85% der Fälle eine gute bis sehr gute Besserung verzeichnet werden. Die Behandlung erfolgt ohne operativen Eingriff.

Durch Röntgenaufnahmen oder Ultraschall wird der Ursprung des Schmerzes exakt lokalisiert. Danach werden im betreffenden Bereich bis zu 3000 kurze Schallimpulse erzeugt, die die dem Körper von Natur aus innewohnenden Heilkräfte anregen sollen. Diese sorgen bei erfolgreicher Anwendung für eine schnelle Linderung der Schmerzen und eine beschleunigte Heilung.

Die Schallwellen bilden keine bekannte Gefahr für die Haut und lösen auch keine Allergien aus. In seltenen Fällen kann es zu Blutergüssen oder einer kurzweiligen Verstärkung der Schmerzen kommen. In den meisten Fällen kann dennoch auf eine örtliche Betäubung verzichtet werden. Dies hängt vor allem von der Art der Erkrankung und der somit benötigten Energie ab.

Mit der fokussierten extrakorporalen Stoßwellentherapie lässt sich, auch nach bereits fehlgeschlagenen Therapien, in manchen Fällen eine Operation und ein längerer Krankenhausaufenthalt vermeiden. Zur Heilung sind im Normalfall nur bis zu 3 Behandlungen notwendig.

Die Kosten für diese Behandlung werden nicht von gesetzlichen Versicherern und Kassenversicherungen übernommen und müssen somit in diesem Fall vom Patienten getragen werden.

Die ESWT kann unserer und der Erfahrung unserer Patienten nach bei folgenden Beschwerden eingesetzt werden:

•    Verkalkungen im Bereich der Gelenke
•    Heilungsunfähige Knochenbrüche
•    Gereizte Bereiche
•    Pseudarthrosen
•    Belastungsschmerzen
•    Sehnenansatzentzündungen
•    Falschgelenke

Stoßwellen-Therapie funktioniert mit Schallimpulsen
Facharzt Dr. med. Fluhrer bei der Stoßwellen-Therapie